Depression in der Reittherapie

 

Die Depression ist nach wie vor ein Thema in der Gesellschaft über die am liebsten hinter vorgehaltener Hand geredet wird. Doch die Zahl der depressiven Menschen in der Bevölkerung um uns herum steigt rapide an. Eine kürzlich veröffentlich Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass sich die Zahl in den letzten 20 Jahren massiv verdoppelt hat. In den vergangen zwölf Monaten sind fünf bis sechs Millionen Menschen in Deutschland, laut Dr. Tom Bschor- Chefarzt der Schlosspark- Klinik Berlin an Depression erkrankt oder hatten zumindest depressive Verstimmungen.

Durch Leistungsdruck folgt Depression

Die vorherrschende Leistungsgesellschaft verlangt, optimal zu funktionieren, immer mit hoher leistungsbereitschaft dabei zu sein, denn jeder ist ersetzbar. Dazu kommt, dass viele sich dabei völlig verausgaben und dadurch nicht mehr in der Lage sind, eigene Bedürfnisse und Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und des seelischen Wohlbefindens gerecht zu werden. Stress, schwelende Konflikte, Trauer, und Verlust sind meist ausschlaggebend, um depressive Symptome zu entwickeln.

Die Symptome der Depression äußern sich beispielsweise durch:

  • Freud- und Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Ängste
  • verlangsamtes Denken
  • Rücken, Kopf & Bauchschmerzen, anhaltende Nackenverspannungen
  • Häufig bei Männern: Gereizt, aggressiv, erschöpft- neigen schneller zum Alkohol

Wie kann die Reittherapie bei Depression helfen?
“Jede Emotion berührt das Gehirn. Durch bildgebende Verfahren sehen wir wie psychologische Maßnahmen Hirnprozesse positiv verändern. Dadurch wird das Nervenwachstum anregt” (Martin Hautzinger- Uni Tübingen)

In Symtomfreien Zeiten wird in der Reittherapie gelernt, mit Stress und Belastungen anders um zugehen, damit der betroffene Mensch in einer depressiven Phase einen größeren Handlung- und Bewältigungsspielraum hat. Ziel der Reittherpie sollte jedoch sein, einem Rückfall entgegen zu wirken um dadurch nicht eine chronische Depression zu entwickeln.

In der Reittherapie wird größten Teils an der “Frischen Luft” gearbeitet, dadurch kommt es zu einem intensivem körperlichen Training was die Grundlage zur Verbesserung einer Depression darstellt.

Pferdegestützte Therapie bei psychischen Erkrankungen

Bild: amazon/Schattauer

Durch den strukturierten Ablauf den der Umgang mit dem Pferd vorgibt, kommt es wieder zu einer Verbesserung und Einführung der eigenen Lebensqualität. Die Struktur hilft das “Grübeln” zu unterbrechen und einen Fortschritt in der Erweiterung seiner eigenen Kompetenzen wieder zu erreichen.

Auf dem Pferderücken werden während einer Therapiestunde oder Therapieeinheit, Übungen zur eigenen Körperwahrnehmung ebenso wie Achtsamkeitstraining und Entspannung geübt.

Der Partner Pferd bietet dabei eine hervorragende Stütze für die betroffene Person, da das Pferd ohne Wertung auf die Person eingeht. Dabei werden Stärken und Schwächen gespiegelt. Was dazu führt die eigene Stärken wieder zu entwickeln bzw. diese wieder bewusst werden zu lassen, um dadurch wieder ein gesundes Selbstwertgefühl zu besitzen.

Doch das schönste ist, das die Reittherapie mit ihrer Vielzahl an positiven Eigenschaften nicht einer Therapie gleicht sondern eher einem Ort der Erholung und der inneren Entspannung für den Teilnehmer bietet.

 

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