Pferdeschänder – und kein Ende in Sicht.

 
Wappen Illertissen

Bild: wikipedia

Illertissen – Die Sorge vor Übergriffen auf Pferde – immer wieder auch auf andere Weidetiere – sind die ständigen Begleiter von Pferdefreunden und Pferdebesitzern. Der PRESSEDIENST verfolgt seit Jahren entsprechende Vorkommnisse und geht damit auch an die Öffentlichkeit, sobald handfeste Informationen vorliegen. Vor einem Monat, so teilte die Schwäbische Zeitung am 6. Dezember 2012 mit, wurde bei Illertissen einem Wallach der Bauch aufgeschlitzt. Die Polizei ermittelt Zusammenhänge von Taten im gesamten Allgäu, berichtete die Zeitung,. Das 20 Jahre alte Tier ist durch die Verletzungen verendet. Der oder die Täter haben sich dazu wohl noch eine „Trophäe“ mitgenommen: Er/sie trennte/n dem Pferd das rechte Ohr ab.

Im Allgäu waren im Frühjahr und Sommer 2011 zehn Pferde von Unbekannten attackiert und teils schwer verletzt worden, heißt es in der Zeitungsmeldung. Von privater Seite wurde für die Ergreifung des oder der Täter eine Belohnung von 400 Euro ausgesetzt. Trotz der polizeilichen Ermittlungen und mehrerer Hinweise ergab sich laut Zeitung keine „heiße Spur“. Das ist das Dilemma überhaupt: Der Polizei gelingt es nur sehr selten, einen Täter zu stellen geschweige denn zu ermitteln. Immer wieder sei die Spurenlage einfach nicht ergiebig genug.

Die Tiere sind zwar da, verletzt oder tot, können untersucht und der Tathergang ermittelt werden, aber alle anderen Spuren außenherum – oft Fehlanzeige. Dieses Dilemma beobachtet die Redaktion des PRESSEDIENSTES seit rund 20 Jahren. Hin und wieder gab es einzelne Festnahmen, hin und wieder werden bei den Ermittlungen „einschlägig polizei-bekannte Personen“ überprüft, doch es gelingt selten, Täter dingfest zu machen. Wird dann einmal ein Täter gefasst, so wird er „gefühlt“ zu gelinde bestraft, sagen die Pferdefreunde im Lande, die verständlicherweise wegen der emotional hohen Bindung zu ihren Pferden dafür wenig Verständnis aufbringen. Man kann nur hoffen, dass sich betroffene Pferdebesitzer im Falle eines Falles zurückhalten können, sollte ihnen ein Täter ins Netz geraten. Der Pferdesportverband Baden-Württemberg sieht diese Dinge auch mit Sorgen und mahnt seine Mitglieder immer wieder zur Besonnenheit. Der letzte der Redaktion bekannte spektakulärere Fall, bei dem ein Täter überführt und in Ravensburg abgeurteilt wurde, liegt über ein Jahrzehnt zurück. Der Mann ist inzwischen verstorben.

Dass die Sorgen der Pferdbesitzer berechtigt und zudem nicht zu beruhigen sind, ist traurige Tatsache. Dem PRESSEDIENST sind nämlich seit einigen Tagen weitere Pferdeopfer im Lande bekannt geworden. Die Recherchen der Redaktion zu diesen aktuellen Fällen ergaben unglaublich grausame Taten. Um die Arbeit der zuständigen Polizei nicht zu belasten, hält sich die Redaktion an ihre Zusage, keine Einzelheiten zu veröffentlichen und abzuwarten, was die anstehenden Erklärungen der Polizei ergeben. Der PRESSEDIENST wird dann zu gegebener Zeit weiter darüber berichten.

Gleichwohl ruft der Pferdesportverband Baden-Württemberg e. V. alle Pferdebesitzer und Stallbetreiber sowie die Vereine dazu auf, vermehrt über ihre Tiere zu wachen. Verdächtige Beobachtungen sollen umgehend der Polizei gemeldet werden. Auch Spaziergänger, Förster, Waldarbeiter, Landwirte werden gebeten, auffälliges Treiben von Unbekannten zu beobachten und zu melden. Pferdebesitzer, deren Pferde zu Opfern werden, sollten sich auf jeden Fall
umgehend an die Polizei wenden und sich von jeder Form der Selbstjustiz fernhalten.

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