Reitercamps für Kinder

 

Reitercamps für Kinder und Jugendliche sind im Trend

Auf der Pferd Bodensee präsentieren Anbieter ihr Programm. Die Jungs und Mädels sind früh aufgestanden. Gleich morgens um halb neun sind die Pferde von der Weide geholt, ihr Fell gestriegelt, Schweif und Mähne gezähmt und die Hufe ausgekratzt. Jetzt fehlen nur noch Decke und Sattel aus der Sattelkammer. Dann geht’s endlich los. Die 12-köpfige Gruppe reitet heute zum ersten Mal ins Gelände. Querfeldein geht’s im sanften Trab über die in der Sonne dampfende Wacholderweide. „Jipiih, ist das genial“, jauchzt ein Mädchen vor Vergnügen, und die anderen stimmen mit ein.

Seit 15 Jahren veranstaltet Willi Wolf mit Lebensgefährtin Bea auf ihrer Hof- und Wanderreitstation auf der Schwäbischen Alb Reiterferien im Westernsattel. Übernachten in Blockhütten, Alltag mit Pferden, Ausritte in die Natur und Grillen am Lagerfeuer sorgen eine Woche lang für Abenteueratmosphäre.

Willi Wolfs Hof ist einer der wenigen, bei dem auch Jungs willkommen sind. Die meisten Reitstationen veranstalten Reiter-Camps fast ausschließlich für Mädchen, denn vor allem sie träumen vom Leben auf dem Ponyhof. Auch Eva Baumann bietet auf der Alb abwechslungsreiche „Reitzeit“-Ferien für Mädchen ab acht Jahren an. Und damit die Eltern nachvollziehen können, wie ihre Kinder das Glück auf dem Rücken der Pferde genießen, wird jeden Abend ein Tagesbericht mit Fotos ins Internet gestellt.

Die Region Kärnten ist in Österreich, ein wahres Paradies für Pferdefans. Von der Islandpferdefarm über den Bergbauern-Ponyhof bis hin zum therapeutischen Reiten ist hier so gut wie alles dabei. Pferde, Pferde, Pferde, wohin das Auge reicht. In Kärnten bei Familie Köck am Maltschachersee oder bei Familie Golz im Gitschtal in der Nähe vom Weißensee etwa können Kinder und Jugendliche viel mit den Tieren erleben, jedoch auch jede Menge von ihnen lernen.

Reitercamp

Bild: Messe Friedrichshafen/ PFERD BODENSEE

Selbst weniger mutige Sprösslinge, die lieber noch mit den Eltern Urlaub  machen, müssen nicht auf ihr Steckenpferd verzichten. Bei den Studtmanns in der Lüneburger Heide zum Beispiel ist das Leben ein Ponyhof. Während die Eltern Radeln, Wandern, Kanu fahren, einen Stadtbummel machen oder die Seele baumeln lassen, können die Kinder ab zehn Jahren am Juniorprogramm auf dem Glockenhof teilnehmen. Ein spezielles Programm für die Kleinen ab vier Jahren bietet der Gutshof Käppeler an der oberen Donau im Raum Sigmaringen unter dem Motto „Kind + Pferd“ an. Dabei geht es weniger ums Reiten, als vielmehr ums Vertrauen aufbauen zu den Tieren und den Umgang mit ihnen, während der Rest der Familie Urlaub auf dem Bauernhof macht.

Einmalig in Deutschland sind die Trekkingtouren, die Wanderreitführerin Julia Krüger auf der Schwäbischen Alb anbietet. Gewandert oder geritten wird mit beziehungsweise auf Maultieren oder Pferden. Je nach Wunsch können die Familien eine Fünfstundentour mit Picknick oder eine Zweitagestour mit Übernachten im Heu buchen.

Das Angebot in Halle A4 auf dem Messegelände in Friedrichshafen für einen Urlaub im Sattel verspricht also so manches Abenteuer für den Nachwuchs. Mit durchschnittlich 350 Euro pro Woche und Kind muss man bei rundum betreuten Reiterferien allerdings schon rechnen. Informationen zu den Reiterferien gibt’s im Internet unter: www.reit-eldorado.atwww.naturpark-obere-donau.de