Welche Pflanzen sind für Pferde giftig?

 

Pferde haben einen Instinkt für Giftige Pflanzen. Sie meiden diese daher schon Instiktiv. Bekommt ein Pferd jedoch zu wenig Raufutter oder wird unter streng kontrollierter in Einzelhaltung gehalten, so verliert es gerade diesen, so wichtigen Instinkt.

Viele Giftpflanzen verlieren durch Trocknung ihre giftige Wirkung, andere jedoch nicht. Die gängigsten Giftpflanzen haben wir hier versucht für Euch auf zu führen.

Scharfer Hahnenfuß– Scharfer Hahnenfuß die Pflanzen ist im Sprachgebrauch auch als Butterblume bekannt. Der scharf schmeckenden Giftstoff Protoanemonin wird daher von Pferden gemieden. Auf beweideten Wiesen bleibt der Scharfe Hahnenfuß daher stehen. Werden große Mengen des Hahnenfußes im Gras an Pferde verfüttert, kann es bei diesen zu Vergiftungen kommen. Im Heu dagegen, verliert sich durch den Trocknungsvorgang, der giftige und scharf schmeckende Stoff Protoanemonin.

EibeEuropäische Eibe (Taxus baccata), auch Gemeine Eibe oder nur Eibe genannt. Gerade Pferde sind in dieser Beziehung was diese Planze betrifft besonders gefährdet. Bei Pferden kann schon der Verzehr von 100 bis 200 Gramm Eibennadeln zum Tode führen. Die Giftstoffe sind bei der Eibe in Rinde, Holz, Nadeln und Samen enthalten. Die Giftstoffe der Eibe werden als Taxine oder Taxan-Derivate (Diterpene) bezeichnet .

Tollkirsche– Tollkirsche gehört zu den gefährlichsten Giftpflanzen und führt sehr häufig zum Tod des Pferdes. Für Pferde ist die Tollkirsche stark giftig, 200 – 300g der Blätter oder 100g der Wurzel sind für sie tödlich.

Fingerhut– Die Blätter des Fingerhuts sind im getrocknet Zustand tödlich. Ansonsten kann das Kraut die Schleimhäute reizen und zu Herzrhythmusstörungen führen. Die Pflanze ist hochgradig giftig, bereits der Verzehr von 2-3 Fingerhutblättern kann tödlich enden. Aufgrund des bitteren Geschmacks kommt es allerdings selten dazu.

Liguster– Liguster wirkt toxisch Alle Pflanzenteile sind gering giftig. In Blättern und Rinde befinden sich Bitterstoffe, Gerbstoffe und Harze. Der in den Beeren vorhandene Giftstoff ist noch nicht genauer definiert. Einer der Wirkstoffe ist Ligsterosid. Eine kritische Dosis ist nicht bekannt. Bis zu 5 Beeren werden in der Regel problemlos vertragen.

Buchs– Buchs wächst sehr häufig als Hecke und gilt bereits bei einer Dosis von 750 g. als tödlich Der Buchsbaum enthält rund 70 Alkaloide, darunter Cyclobuxin D. Blätter und Rinde weisen einen Gesamtalkaloidgehalt von 3% auf. Die LD50 beim Hund für Cyclobuxin D liegt bei 0,1 mg je kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Der Buchsbaum ist somit in allen Teilen giftig und besonders die Blätter enthalten hochgiftige Alkaloide.

Goldregen– Goldregen oder auch Gemeiner Goldregen genannt kann entweder als Strauch oder Baum in der Natur vorkommen. Giftig vom Goldregen sind neben den Blüten auch Samen und Wurzeln.

Symptome sind:

-Koliken
-Krämpfe
-Tod

Pfaffenhütchen– Pfaffenhütchen wird es in der Umgangs Sprache genannt. Euonymus europaeus so der medizinische Ausdruck zu deutsch Gewöhnlicher Spindelstrauch. Beim Pfaffenhütchen sind alle Pflanzenteile giftig vor allen die Samen der Pflanze-

Symptome:

– Durchfall
– Krämpfe

Stechapfel– Stechapfel zu dieser Pflanze gibt es nur eins zu sagen. Die Pflanze ist in allen ihren Teilen stark giftig, vor allem durch die in der Pflanze enthaltenen Alkaloide. Doch vielmehr interessierte man sich beim Stechapfel für seine hochgiftigen Inhaltsstoffe eben die Alkaloide. Schon früh in der Geschichte begann man diese zu nutzen. So wurden beispielsweise Pferde mit Stechapfel eingerieben um damit Bremsen von ihnen fern zu halten.
Symptome:

– Unruhe
– Schüttelkrämpfe
– Lähmung
-Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen

Thuja-Thuja gerne auch als Lebensbaum genannt. Doch dem Namen darf man sinngemäß nicht trauen. Denn an dieser Pflanze sind Holz, Zapfen und vor allem die Zweigspitzen giftig. Sollte es zum Verzehr giftiger Pflanzenbestandteile kommen kann es zu Schleimhautreizungen, zu Magen-Darm-Beschwerden mit Kolik, Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Durchfall kommen. Alles im allem, ist die Pflanze von der Giftinformationszentrale Bonn als giftig eingestuft worden.

ScheinakazieScheinakazie auch als Robinie bezeichnet hat vor allem eine giftige Rinde. Es gibt zwar Nachweise in der Literatur das ab dem Verzehr von 5 Samen Krankheitszeichen auftreten können. Man sagt den Blüten der Scheinakazie z. B. keine Giftigkeit nach. Aus der Literatur sind jedoch leider auch Todesfälle bei Tieren bekannt. Sollte dennoch Nachgewiesen werden das Pflanzenteile Verzehrt worden sind. Sollte jedoch vorsichtshalber mit Erste Hilfe Maßnahmen begonnen werden. Es wird empfohlen viel Wasser dem Körper zu zu führen. Weiter sollte auch mit einer Giftentfernung und Kohlegabe beginnen.

Symptome:

-Koliken
-Krampfanfällen
-Lähmungen

Sollte es jedoch zum Verzehr von irgendeiner der oben genannten Pflanzen kommen, so ist es kein Fehler den Tierarzt zu verständigen und zu seinem Tier zu rufen!

In der Zwischenzeit darf das Pferd weder fressen noch trinken. Die Behandlung richtet sich ausschließlich danach wie und welche Symptome auftreten.

Sehr hilfreich ist es, dem Tierarzt die Giftpflanzen zu nennen bzw. mit zu bringen, welches das Pferd gefressen hat! Dies hilft dem Tierarzt eine gezielte Diagnose wie auch Behandlung zu gewährleisten.

Wer hier noch die eine oder andere Giftpflanze kennt, die wir hier nicht erwähnt haben, lasst es uns wissen. Entweder als Kommentar oder als eigenständiger Bericht. Ist beides Willkommen.

Alle Bilder wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.

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