Narkolepsie – Wenn das Pferd einschläft

 

Oder wie man auch so schön sagt „Schlummersucht“, ist ein Krankheit die noch nicht viel erforscht ist. Nachdem bei meinem Pferd Narkolepsie Diagnostiziert wurde, habe ich das Internet sowie viele Bücher durchforscht um Ursache, Symptome, Krankheitsbild und natürlich Heilungsmöglichkeiten zu finden.

Die Symptome meiner Friesenstute (11Jahre) sahen folgendermaßen aus.

– Täglich blutige Fesselgelenke (sah aus als ob sie in einen Strick/Draht hineingerannt währe)
– Blutige Ellebogen?
– Sehr anhänglich
– Plötzliches einknicken der Vorderbeine, wenn Ronja am Dösen war

Bei meinen Recherchen hat sich ergeben, dass dies vor allem Pferde im Offenstall betraf. Sowohl Pferde die in Kleingruppen lebten wie auch bei großen Gruppen (15 und mehr)

Narkolepsie – Das Krankheitsbild

Wird in der Fachsprache Dyssomnie genannt und ist eine neurologisch bedingte Erkrankung. Es handelt sich hierbei nicht, wie zuerst angenommen um einen erhöhten Schlafdrang sondern um eine Störung der Schlafdynamik. Das heißt, dass Pferd hat durch das verschieben der REM-Phasen und der SOREM-Phasen keinen erholsamen Schlaf.

Narkolepsie – Ursache

Man spricht von einer neurologischen Erkrankung bei der mit höchster Wahrscheinlichkeit eine degenerative Veränderung im Suprachiasmatischer nucleus stattfindet sowie ein Verlust der grauen Substanz im Nucleus accumbens. Zusätzlich kommt es zu einem Verlust der Orexin-Zellen im Hypothalamus.

Narkolepsie – Symptome

Es handelt sich um die sogenannte narkoleptische Tetrade, da das Krankheitsbild von 4 Kardinalsymptomen bestimmt wird.

– Schlafzwang
– Kathaplexie
– Abnormer Schlafrhythmus
– Schlafparalyse

Schlafzwang
Der Schlafzwang ist eine, ganztägig anhaltendes unwiderstehlicher Schläfrigkeit, welche ohne Kontrolle von Sekunden bis mehreren Minuten Täglich einsetzen kann.

Kathaplexie
Bei der Kathaplexie kommt es zum Kontrollverlust des Muskeltonus. Das heißt, dass Pferd knickt vorne ein und oder verliert das Gleichgewicht. Dies geschieht in vollem Bewusstseinszustand.

– Dieser Zustand hat einen hohen Verletzungsgrad vor allem von Fesselgelenken, Schulter und Halswirbel. „Für Ronja war ein guter Osteopath ein Segen, da sie sich wahrscheinlich durch einen der Sturze mehrere Halswirbel verrenkt hatte.“ Nach dem Einrenken lief sie sehr viel entspannter auf dem Platz und auch die Biegung nach links war plötzlich kein Problem mehr.

Abnormer Schlafrhythmus
Durch einen verschobenen Schlafrhythmus kommt das Pferd zu früh in die Traumphase und der Schlaf wird durch die Verschiebung der REM und SOREM-Phasen wenig erholsam. Dadurch kommt es zu einem Kreislauf der den Schlafzwang am Tag einfordert.

Schlafparalyse/Schlaflähmung
Die Schlafphase tritt beim aufwachen/einschlafen ein. Dabei kommt es zur kurzzeitiger Lähmung der Muskulatur. Das Pferd nimmt während dieser Zeit seine Umgebung wahr. Schlafparalysen können, anders wie bei der Kataplexie durch Berührung aufgehoben werden.

  • Die Lähmung wird durch die Zerstörung des Schließvorgangs, des Natriumionenkanals ausgelöst. Durch den Defekt kommt es zur Anhebung von Natriumionen im Blut. Dadurch kommt es zu unkontrollierter Entspannung der Muskeln (Tonusabfall).
  • Stresshormone heben die Kaliumkonzentration im Blut wieder an. Daher wird empfohlen, das Pferd etwas auf dem Sandplatz zu führen, wenn ein solcher Zustand beobachtet wurde.

Narkolepsie – Diagnose

Als aller erstes ist es wichtig einen Tierarzt hinzuziehen, da es viele Schwerwiegende Erkrankungen gibt, die die selben Symptome zeigen.

– Wichtig ist ein Ausschluss von cardiovaskulären und respiratorisch verursachten Erkrankungen
– Ausschluss von Bornavieren! Es treten vermehrt Fälle auf, bei denen Narkolepsie diagnostiziert wurde und welche zusätzlich an Bornavieren litten.

Rassenbedingte Erkrankung – Narkolepsie trat vermehrt bei folgenden Pferderassen auf:

– Appaloosa
– Miniaturpferde
– Vollblüter
– Morgan
– Quarter Horses
– Shetland-
– Fell-
– Sufflok Ponny´s

Narkolepsie – Therapie

Es gibt die Medikamentöse Therapie wie beispielsweise:

  • Impiramia (trizyklisches Antidepresiva)
  • Atropinsulfat (kann schwere Attacken reduzieren und das wiederauftreten für ca. 30 Std. verhindern)

Da vermutet wird, das Narkolepsie durch Stress ausgelöst wird (durch Reiten, Herde usw.) ist es wichtig sich die Situation des Pferdes genau an zu schauen.

Auffallend war, dass bei fast allen Erfahrungsberichten die Pferde, in eigentlich optimalen Offenstallhaltungen, gehalten wurden.

Mein Pferd wechselte nach der Diagnose nun ebenfalls von der Offenstallhaltung zur Boxenhaltung (nur Nachts!) daraufhin verbesserte sich ihre Situation.

– Ihre Fesselgelenke sind vollständig verheilt
– Vitalfunktionen verbesserten sich

Bei leichter Narkolepsie kann Unbedenklich das Pferd geritten werden. Sollte es ein schwerwiegender Fall sein, so muss das Pferd zum Schutz von Reiter und Pferd in „Pension“ geschickt werden. Zur Diagnose und wie schwerwiegend die Narkolepsie wirklich ist, ziehen Sie bitte ihren Tierarzt hinzu.

Für neue Info´s bin ich gerne offen.

19 Kommentare
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  1. Danke für die wertvollen Infos. Das erspart mir einiges Suchen im Web.
    Vor eineinhalb Jahren kaufte ich ein Pferd und intergrierte es in eine Herde mit 50 Perden (Aktiv-Stall). Nach einigen Wochen zeigten sich ca. 1-Euro-große offene Stellen vorne an den Fesselgelenken sowie leichter Fellabrieb unterhalb der Karpalgelenke. Zunächst dachte ich, dass die Verletzungen durch Anschlagen an den Fressständern kamen, da mein Pferd beim Fressen meistens ein Vorderbein anhebt oder damit scharrt. Durch entsprechende Abpolsterung und weiterhin offene Stellen fiel diese Ursache aus. Dann blieb nur noch Hinlegen auf hartem Boden als Ursache, auch wenn das für mich schwer vorstellbar war. Wir haben unterschiedliche Böden, von dicken Gummimatten in Ruhehallen, über Sand, Knochensteinen bis Gras. In der Zwischenzeit wiesen auch andere Pferde die gleichen Verletzungen auf. Mit „umgedrehten“ Sprungglocken kann man die Verletzungen vermeiden, aber zufrieden war ich damit nicht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass selbst wenn sich mein Pferd auf harten Untergrund legen sollte – was in Anbetracht der Auswahl ohnehin schon sehr merkwürdig wäre – , solche Verletzungen auftreten können.
    Neulich döste er dann an der Anbindestange, ich stand nur einen Meter entfernt. Plötzlich sackte der Kopf nach unten und er fiel auf Fessel- und Karpalgelenke. Die Haut riss genau an den alten Stellen auf (leider hatte ich ihm zum Putzen die Glocken ausgezogen). Daraufhin beobachtete ich stundenweise die Herde, wenn die Pferde in der Sonne dösten und konnte tatsächlich bei zwei weiteren Pferden das gleiche beobachten. Dass aus 50 Pferden gleich drei an der seltenen Erkrankung Narkolepsie leiden ist sicherlich unwahrscheinlich. Es kann eigentlich nur so sein, dass die betroffenen Pferde zu wenig zur Ruhe kommen, sich nicht hinlegen möchten, im Stehen in den Tiefschlaf (? an und für sich angeblich ja nur auf der Seite liegend möglich) und so die Muskelspannung verlieren. Meine Rechercheergebnisse kommen bislang auch immer auf Beobachtungen aus Offenställen. Das kann kein Zufall sein.
    Mein Pferd macht den Eindruck, als ob es sich ansonsten wohl fühlt. Er ist gut genährt, sozial verträglich, ausgeglichen (oder müde???) und die Pferde haben mehr als den 2.5-fachen Platz an Fläche als „notwendig“ mit großen Weiden. Durch computergesteuerte Fütterung kommt es auch nicht zu Ressourcenkämpfen. In der Herde geht es meistens sehr friedlich zu. Wenn aber tatsächlich eine zu geringe Ruhemöglichkeit die Ursache ist, kann ich das nicht verantworten. Das Pferd hat eine unbekannte Vorgeschichte und damit fehlt es mir an Vergleichsmöglichkeit. Bevor ich es umstelle – in eine kleinere Gruppe oder Box würde ich mich über weitere Berichte von Pferdebesitzern freuen, die einen dieser Schritte gegangen sind. War die sog. „Narkolepsie“ dann verschwunden?

  2. Ich möchte mich auch für Euren Beitrag bedanken…bin zur Zeit in Streß, werde zu späteren Zeitpunkt meine Geschichte erzählten…jetzt erstmal vielen Dank, da ich jetzt weiß nach was ich suchen bzw. ausschließen muß…
    bin ganz am Anfang…mein Pferd zeigt erst seit kurzem dieses Verhalten und aúch sehr unregelmäßig…noch…
    Viel Gesundheit und oder wenig Rückfälle wünsche ich..
    LG Manu

  3. Hallo,
    ich bin auch Echt dankbar für die Hinweise. Meine Stute (15 Jahre) kommt tagsüber auf die koppel und nachts in den stall. Schon seit einiger Zeit beobachte ich, dass sie wenn ich sie auf der stallgasse anbinde zum putzen, plötzlich die Augen schließt, dann den Kopf richtung Boden senkt und dann vorne einknickt. Wenn ich Glück habe merke ich es rechtzeitig, und mache sie mit schnalzen berühren und ähnlichen wieder aufmerksam sodass die augen aufgehen.
    Da es wirklich zu schwereren Verletzungen kommen könnte, würde ich mich über weitere Infos wirklich bedanken.
    Lg Lana

  4. Hallo, sehr interessante Seite!
    Bei meiner Stute (14), eine Tennessee Walker Stute, ist es folgendermaßen: Sie lebt im Offenstall, ist es auch immer so gewohnt gewesen, war zwischendurch drei Winter nachts im Stall, hatte zu dieser Zeit aber verstärkt Probleme mit dem ISG und einigen Wirbeln, die öfters wieder mobilisiert werden mußten. Seit ca. zwei Jahren fahre ich mit ihr ein bis zweimal die Woche in unserer Nähe in eine kleine Halle, zur Reitstunde. Ende 2009 fing sie an sich in dieser Halle ausgiebiger als sonst zu wälzen (nach der Reitstunde), dann fing sie an, sich zwischen dem Wälzen entspannt, alle viere von sich gestreckt auf der Seite liegen zu bleiben.(Ohh, wie süßß ……), dann gab es fast von Woche zu Woche Steigerungen, die Ruhephasen wurden länger, teilweise bis zu 15 min., dann fing sie an in den Ruhephasen die Augen zu schließen, dann kam das einschlafen mit Traumphase dazu, gerade gestern war es, dass sie erst „saß“ (Beine unter dem Körper, Kopf erhoben), dann habe ich mich vor sie hingehockt, ihre Atemzüge wurden ruhiger, Nase sackte auf den Boden, sie plumpste zur Seite, Schlaf mit Traumphase folgte. (Hmmmmm…..) Im Sommer war es schon mal auf der Koppel, dass ich bei ihr hockte, sie zwei Meter weg ging sich wälzte, und auf der Seite liegend einschlief, und das mein Stütchen, die ich in den sechs Jahren, die ich sie habe, seltenst auf der Koppel liegen sehe. Zudem konnte ich auch bis jetzt einmal, diesen Winter, das oben beschriebene Symptom beobachten, dass sie im Stehen einschlief, mit der Nase auf den Boden kam, wegsackte und sich wieder fing. Mein erster Gedanke war natürlich auch, dass sie nicht genug Schlaf bekommt, aber es ist eine harmonische Herde, die schon lange zusammensteht, und sie ist nie verletzt. Ich werde es weiter beobachten und mein TA schaut sie sich die Tage an. Mal schauen was es bei ihr ist.
    Viele Grüße Rafaela

  5. Interessante Geschichte…. halt uns auf dem laufenden was mit Deiner Süßen los ist.

  6. Bin durch Zufall ferade auf diese Seite gekommen und stelle fest, dass mein Pferd das auch hat. Beim Putzen ist mir das schon oft aufgefallen, dass er so müde ist, dass er im Stehen einschläft und dann wegknickt, wie das oben beschrieben ist. Verletzungen hatte er aber noch nie, zumindest keine, die ich feststellen konnte (offene Stellen o. Ä.). Ich bin jetzt aber doch ein bisschen beunruhigt, dass es sich hierbei um eine Krankheit handelt. Ist sie denn heilbar?
    Wenn ich recht überlege, fällt mir das nur im Sommer auf, wenn die Pferde in unserem Stall nachts auf der Koppel sind. Im Winter hat er das Problem nicht. Was ich nur so komisch finde ist, dass mir unsere Stallbesitzerin erzählt hat, dass sie ihn auch in der Box tagsüber beim Wegknicken beobachtet hat. Warum legt er sich dann nicht einfach hin? Er steht in einem sehr ruhigen Stalltrackt, wo er doch Schlaf finden müsste.
    Viele Grüße und erholsamen Schlaf für eure Süßen!

  7. Hallo, bin durch eure Berichte ein wenig schlauer geworden. Habe seit 3 Monaten einen 17 jhr. Warmblutwallach
    der seit ca. 6 Wochen beim Putzen oder Satteln den Kopf zu Boden senkt, die Augen fast schließt und die Vorderbeine sacken ein. Durch ansprechen oder anklopfen kann ich ihn nicht wachkriegen, habe ich gerade eine Karotte o.ä. zur Hand, ist er sofort wieder da. Auch er hat diese Verletzungen an den Fesseln. Ich dachte bis jetzt die kämen vom Untergrund. Meine Frage: Wie sehen die Untersuchungen aus, um die Diagnose einer Narkolepsie festzustellen?
    Danke Michaela

  8. Hallo, haben auch einen Wallach der unter Narkolepsie leidet. Möchte ihm demnächst die Zähne machen lasse, kann mir vielleicht jemand sagen ob da eine sedierung möglich ist?

  9. WOW… hat ein Weilchen gedauert mit der Nachricht. Doch wir sind Umgezogen und bis alles eingerichtet ist usw. Aber nun auf deine Frage zurück zu kommen. Wir hatten damals als der Zahnarzt da Ronja trotzdem leicht sedieren lassen. Du hast ja sonst keine Chance um in Ruhe arbeiten zu können. Wobei hier der Faktor Friese auch noch dazu kommt. Angeblich ist es bei dieser Rasse was sedieren angeht eh mit Vorsicht zu genießen, so unser Tierarzt. Jedenfalls ist alles gut gegangen. Muss allerdings auch dazu sagen das wir Ronja zu diesem Zeit Punkt aus der Offenstallhaltung für Nachts raus genommen haben. Und für Sie eine Box bekamen. So hatte Sie die nötige Erholung über Nacht und es wurde Tag für Tag besser. Soweit bei unserem Pferd.

    Leider gibt es was die Narkolepsie anbelangt nichts neues außer das es angeblich vom Stress kommt dem die Tiere ausgesetzt sind.

  10. Bin ganz erstaunt, daß es jetzt wohl doch immer mehr Pferde betrifft; ich glaube allerdings, da die Diagnose sehr schwierig ist, war vielen nicht bewußt, daß es sich um Borna oder Narkolepsie handeln könnte; habe gerade die Seite „www.borna-borreliose-herpes.de/Borna/narkolepsie,html“ gefunden; sehr interessant; die Beschreibung des Vorgangs: Kopf sinkt runter, Vorderbeine knicken ein, HInterbein entlastet und dann ebenfalls eingeknickt, schwanken, ist genau das, was bei meiner Stute seit ein Paar Jahren allerdings in grossen Abständen passiert; jetzt ist es die letzten 3 Tage öfters passiert; vor 1 3/4 Jahren ist sie dabei hingestürzt und hat sich Unter- und Oberkiefer gebrochen; waren 9 Wochen Krankenhaus; sie ist zäh und hat alles überstanden; ist sogar seit gut einem Jahr wieder reitbar; habe jetzt Angst, das ihr wieder so was passiert; sie ist schon fast 22 Jahre; benimmt sich aber normalerweise als wäre sie höchstens 15 jahre alt; auffallend war allerdings immer extreme Wetterverhältnisse-, änderung; also sehr heiß, oder viele Grade Unterschied zwischen Tag und Nachtemparatur – so wie zur Zeit; in ihrem Alter steckt sie das vielleicht nicht mehr so gut weg; wesentlich ist aber auch, das die Anfälle immer dann aufttreten, wenn sie nichts zu tun hat; also Koppel, Box oder längere Anbindezeiten in Momenten, in denen ich gerade nicht putze; habe gestern Abend meinen Tierarzt wieder Blut abnehmen lassen für ein grosses Blutbild; dachte, vielleicht fehlt ihr Vitamine (sehr unwahrscheinlich – sie ist gut versorgt), Mineralien etc.; Fellwechsel ist ja auch im Moment sehr aktiv (rein äußerlich ist bei ihr allerdings nichts ungewöhnliches zu erkennen; Fell sieht gut und glänzend aus); mein TA hat aber wohl auch schon über Borna/Narcolepsie nachgedacht, da er – als ich ihm die Symptome schilderte – riet einen Borna-Test machen zu lassen; mehr wollte er erst nicht sagen; aber auf diesem Hintergrund habe ich recherchiert und bin auf den o.g. Beitrag gestoßen; haltet mir die Daumen wie ich Euch auch! Gruß Amaretta

  11. Hallo,
    eine Stallkollegin von mir hat eine Friesenstute, die sowohl Narkolepsiepferd als auch Ekzempferd ist.Wir haben uns das Blutbild angeschaut (Laborbericht) und es war der MCHC-Wert und der GOT-Wert sowie der Alkalische Phosphatase-Wert erhöht. Mein erster Gedanke war, da ja der Leberwert erhöht war, dass durch die entstandenen Gifte das ZNS angriffen wird und die Narkolepsie auslöst.Oder liege ich falsch?Meinst Du kann es daran liegen, dass durch die Stoffwechselstörung(Ekzem) das Pferd so gestresst ist, dass eine Narkolepsie ausgelöst wird? Weil sonst hat die Stute keinen Stress.Irre ich mich da? Sie hatte schon4TA`s dran und keiner kann der Besi erklären woher das kommt usw. und es wird nicht therapiert.(so wie bei Euch). Ich möchte ihr gerne helfen und denke das eine Kur zur Entgiftung der Leber sicherlich nicht schaden kann oder?Bitte um Hilfe. Vielen Dank

  12. sorry, nochmal hallo.
    meine 14 jährige tinkerstute hat auch narkolepsie. ich habe viel im netz gelesen. bei ihr ist es auch so, das sie diese „schübe in winter bekommt. weiss noch wer tips?

  13. Hey Leute,
    habe letzte Woche auch das erstemal von der Krankheit gehört. Habe mir im Juli 2011 ein Warmblut mit 20 Jahren gekauft. Es war ein Boxenpferd, jetzt steht er im Offenstall auf der Koppel. Zum fressen werden alle Pferde in einer Box eingsperrt. Aber seit längerer Zeit sind eben seine Fesselgelenke (Sprungkelenke) aufgeschlagen(Schürfwunden). Aber nicht jeden Tag frisch, sondern eher sporadisch. TA meinte erst evt schlagen gegen die Tür, aber alle beiden Beine? Hufschmied sagte dass er evt über die Fesselgelenke aufsteht. Eine Freundin sprach ich darauf an. Auf ihrer Koppel waren auch solche Verletzungen zu sehen. Bei einer alten Stute (>20) war es beobachtet worden, wie sie einknickt. Bei der Tochter (10) waren die gleichen Verletzungen – vererbung! Auf dieser Koppel waren mehrer Pferde (Vollblüter) betroffen, auch das Pferd (>20) meiner Freundin.
    Heute kommt der Tierarzt, werde ihn mal darauf ansprechen.
    Werde dann auch mal Nachts das Pferd in der Box lassen. Vielleicht hilft es ja? Versuch macht klug.

  14. Nochmal hallo,
    habe jetzt mein Pferd (20 jährig, Boxenpferd) Fuchs nachts in der Box gelassen – alle Verletzungen sind verheilt:-))
    Wenn alles so leicht gehen würde. Bei meinem Pferd war es so, da es fast 20 Jahre in der Box gehalten wurde, kannte es sich mit der Herde nicht aus und konnte nicht genug schlafen. Jetzt kann er in Ruhe in der Nacht schlafen.
    Werde es im Frühjahr nochmals probieren ihn in der Nacht draußen zu lassen.
    Kann dann ja noch mal berichten.
    Gruß
    Christiane

  15. Hallo,
    ich hätte da mal eine Frage, bei uns im Stall steht eine etwa 19jährige ehemalige Springstute, die seit einigen Jahren in der Nacht einfach umfällt! Seit ihre neuen Besitzer sie haben – lebt sie im Offenstall und wird nicht mehr in dem Sport eingesetzt. Auch eine Tierärztin wurde schon zu rate gezogen, die meint es könnte sich um eine Alte Sportverletzung handeln und sie dieses Problem durch ihre Sportkarriere hat.
    Mir wäre aber keine erhöhte Schlafstörung aufgefallen und auch wenn sie Döst, am Tag, ist sie noch nicht umgefallen – wäre mir zumindest nicht aufgefallen!
    Und auch niemand anders hat es am Tag schon beobachtet.
    Danke
    Gruß Sonja

  16. Hallo,
    bin gerade nach einer Ursache für das umfallen meines Pferdes auf diese Seite gestoßen… Und jetzt doch etwas beunruhigt…

    Ich habe eine 25Jährige Tschechische Stute, die seid ca. 2 Jahren in einem neuem kleinem Stall steht. Sie hat eine große Paddockbox, und ist tagsüber eigentlich den ganzen Tag auf der Koppel… seid ca. 1 woche mit einer neuen Herde..(was eigentlich absolut friedlich sofort geklappt hat) Jetzt hat sie aber schon immer mal vorne an den Beinen kleine Wunden gehabt, und gestern hat mir eine Freundin, die am Stall wohnt erzählt, das sie wohl die woche 2 mal einfach hingefallen ist, dannach aber gleich wieder aufsteht, und etwas bedattert dreinschaut…

    Dazu kommt, das sie eigentlich die meiste Zeit immer draußen in ihrem Paddock steht, und die Welt beobachtet, statt sich einfach mal in Ihre box zu legen…

    Denkt ihr, das ich sie nachts einfach einsperren soll??? (Da gibts dann nämlich immer tierisches Theater, so das ich das bis jetzt eig. nicht machen wollte…

    Beim Reiten oder Satteln döst sie nicht weg, höchstens mal, wenn sie etwas durchgeknetet oder richtig ausgiebig geputzt wird…

    Denkt ihr, das sie auch narkolepsie hat, oder wird sie eben einfach alt???

    Liebe Grüße
    Vanessa

  17. Hallo an alle,

    auf der Suche nach Informationen für meine Stute, die seit der Umstellung in eine Paddockbox genau die bereits oben beschriebenen Symptome zeigt (im Stehen einschlafen, einknicken und dann aber direkt wieder wach werden), bin ich auf diese Seite hier gestoßen.

    Meine Stute wird in diesem Jahr 25 und sie ist seit 22 Jahren in meinem Besitz. Diese Problem kannte ich vorher definitiv nicht und es hat mich im Mai 2012 erschreckt, als ich sah, daß sie während einer ganz normalen Ruhephase im Paddock plötzlich den Kopf ganz nach unten senkte und dabei (beinahe) umgefallen wäre, sie hatte sich im letzten Moment noch gefangen und war wieder ganz wach. Damals hab ich mir aber zuerst noch nichts abei gedacht, weil eine sehr gute Freundin zu mir sagte, daß könne an der ungewohnten Umgebung liegen und das sie in der Nacht, weil halt alles offen wäre, nicht gut schlafen könnte (womit sie nun auch recht hat……).
    Ich hatte mein Pferd Anfang Mai 2012 zu Freunden untergestellt, nachdem ich jahrelang in Reitställen gestanden hatte und dachte, ich täte meinem etwas „Gutes“, wenn ich sie in eine große, offene Box mit Sandpaddock stelle…..

    Im Sommer beobachtete ich nun genau dieses Verhalten immer mal wieder und es beunruhigte mich sehr. Die herbeigerufene Tierärztin machte Blutuntersuchungen und sah sie sich genau an, wußte aber auch keinen Rat. Meine Maus hatte ständig vorne an den Fesselgelenken offene Wunden, die, wenn sie mal kurzfristig mit Kruste bedeckt waren, paar Tage später wieder offen waren…und ich mich jedesmal gefragt hatte, wie kommt das??? Woran liegt das???
    Das war der einzigste Stall in den ganzen Jahren ( ich bin mehrfach umgezogen), indem ich solch ein Problem mit solchen Verletzungen hatte und zwar ständig und nicht nur an den vorderen Fesselgelenken, sondern auch im Ellenbogenbereich waren regelrechte kleine Einschnitte zu sehen, die definitv nicht vom Sattelgurt waren. Ich war echt am Verzweifeln, denn dazu kam dann noch, daß sie sich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Sprunggelenke an den Hinterbeinen richtig blutig aufgerissen hatte, wie 5 Markstücke so groß, daß Blut lief ihr an den Beinen herunter…….ich hätte heulen können :-(((

    Wir sind zu Dritt durch das Sandpaddock und die Box gekrabbelt, um herauszufinden, wo sie sich so verletzt haben könnte, haben aber leider nichts Offensichtliches gefunden. Mein Resume war, daß mein Pferd aus irgendeinem Grund diese Art der Haltung nicht verträgt, also habe ich sie seit 7 Wochen wieder in einem Reitstall stehen, mit einer ganz normalen Box und sie kommt jeden Tag ein paar Stunden in den Auslauf, alles war perfekt, die Wunden verheilten endlich (nach über einem halben Jahr…) ich war echt glücklich… bis auf den Tag, an dem ich auf die Idee kam, ihr an der Boxentür einen „Stallguard“ festmachen zu lassen, weil ich es so toll fand, daß mein Pferd auf die Stallgasse gucken konnte, Tag und Nacht….und was soll ich sagen…… sie fing wieder an im Stehen einzuschlafen…….

    Mein Fazit bis heute: Die Boxentür wird am Abend zugemacht, damit meine Maus richtig schlafen kann und der Schlafryhtmus wieder in die richtigen Bahnen gelenkt wird, tagsüber lassen wir derzeit die Boxentüre offen, wenn sich das allerdings innerhalb der nächsten Tage nicht bessern sollte (wir machen das erst seit drei Tagen), dann bleibt die Tür auch am Tage zu, wenn sie in der Box steht. Denn, egal wie toll das für uns Menschen mit der Offenstallhaltung auch aussieht, für einige Pferde scheint das Streß pur zu sein und wir merken es nicht, oder erst, wenn es schon fast zu spät ist…..

    In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein wunderschönes, gesundes neues Jahr, mit viel Liebe und Glück 🙂

    Liebe Grüße
    Gabi

    PS: wenn ich jetzt nochmal eine Veränderung bzw. Verbesserung bei meiner Maus bemerke, schreibe ich nochmal und ein herzliches Danke schön an den Herausgeber dieser Seite.

  18. Hallo,
    ich habe eine 20-jährige Westfalenstute, die ebenfalls die typischen Symptome wie sie hier auf der Seite bereits beschrieben worden sind, zeigt.
    Sie steht seit 15Jahren im gleichen Stall, hat eine Box mit Fenster und kommt tagsüber mit 1-3 anderen Pferden auf den Paddock und im Sommer auf die Weide (fast den ganzen Tag).
    Wenn sie am Putzplatz angebunden ist und nichts zu tun hat, dann dauert es ca. 15Minuten, bis der erste Schlafanfall eintritt. Sie wirkt dann wie weggetreten, sie lässt den Kopf immer weiter sinken und „schaukelt“ langsam Richtung Hinterhand, bis sie dann das Gleichgewicht verliert und wegkippt. Bisher hat sie sich immer kurz vor dem Umfallen wieder gefangen und ist zum Glück noch nie hingefallen. Manchmal hat sie dann 2-3 solcher „Anfälle“ hintereinander. Ist sie erst einmal richtig weggetreten, regiert sie nicht mehr auf Versuche sie wieder wach zu bekommen. Auch wenn ich ihr dann Leckerlies geben möchte ist es so als möchte sie, kann aber die Lippenbewegung nicht richtig kontrollieren und nuckelt dann eher ganz zaghaft an dem Leckerlie. Sie scheint sichalso auch selbst nicht wieder aus diesem narkoseähnlichem Zustand „erwecken“ zu können.
    Deswegen bin ich dazu übergegangen ihr beim Putzen Heu oder Stroh anzubieten, bzw. sie draußen vor dem Stall anzubinden, denn wenn sie abgelenkt ist durch die Umgebung oder Geräusche oder was auch immer auf dem Hof im Freien so passiert, bleibt sie wach. Sobald ich beim Putzen merke, dass sie in diesen Schlafzustand fällt, versuche ich sie rechtzeitig mit Leckerlies, Schnalzen oder auch Rascheln einer Plastiktüte „aufzuwecken“. Dies gelingt mal mehr mal weniger. Wenn ich merke es hilft nicht, höre ich auf zu putzen und führe sie umher (hier muss ich rechtzeitigreagieen, denn wenn sie schon zu weit in diesem Schlafzustand hineingeraten ist, ist die Gefahr groß, dass sie umkippt, da sie ihren Körper nicht mehr ganz unter Kontrolle hat), lasse sie sich in der Halle laufen und wälzen oder beschätfige sie anderweitig.
    Ich kann sie aber nicht mehr ohne Beschäftigung und Aufsicht längere Zeit irgendwo angebunden stehen lassen.
    Wenn ich mit ihr arbeite ist sie immer voll Aufmerksamkeit dabei und scheint immer alles aufzunehmen was um sie herum passiert, also sie ist immer „voll da“.
    Ich bin auch dazu übergegangen ihr sowohl in der Box als auch auf dem Paddock Heu rund um die Uhr anzubieten, als Beschäftigung.
    Ich konnte bisher keine Regelmäßigkeiten feststellen, wann die Symptome stärker ausgeprägt waren. Ich hatte vor kurzem für 3 Monate eine Reitbeteiligung an dem Pferd (sonst kümmer ich mich alleine um sie), hatte in der Zeit das Gefühl dass das Pferd irgendwie „unter Stress“ steht und öfters irgendwie müde und abgeschlagen aussieht (obwohl sie nicht mehr gearbeitet wurde).
    Mir ist aufgefallen, dass die Anfälle bei wärmeren Wetter häufiger vorkommen als wenn es so kalt ist.
    Ich werde jetzt auf jeden Fall den TA heranziehen und die nächste Zeit genau beobachten ob es Veränderungen gibt in Bezug auf Stressoren (Wetterbedingungen, tägl. Auslaufzeit, Ausmaß der Arbeit, Futter (–> beim letzten großen Blutbild war alles ok), Gruppenzusammenstellung mit anderen Pferden).
    Ich habe von meinem Hufschmied erfahren, dass diese Krankheit häufiger vorkommt als man annehmen mag.
    Hat jemand schon diesen Borna-Test gemacht? Und den Borreliosetest? Wenn ja wie waren eure Ergebnisse?
    Ich werde auf jeden Fall berichten wie es bei mir und meiner Stute witergeht.
    Vielen Dank an alle, die hier ihre Erfahrungen veröffentlichen, es hilft als Pfeedbesiterin eines betroffenen Pferdes zu wissen, dass man nicht alleine ist. Und vielleicht lassen sich ja so dich einige Beobachtungen ausfindig machen, die helfen können.
    Liebe Grüße Nina

  19. Hallo Nina,

    Borna – Test hab ich nicht machen lassen, aber auf Borreliose testen lassen. Der Test ist positiv, aber der TA sagte mir, das müßte nichts bedeuten.
    Bei meiner Stute (siehe Bericht über Deinem) hat es sich seit der Umstellung wesentlich gebessert, aber es ist definitiv noch nicht weg. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt… 🙂 Jedoch bin ich schonmal glücklich, daß sie nicht ständig diese Verletzungen hat.

    Ganz liebe Grüße
    Gabi